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AZL-Jahrestreffen: Internationales Leichtbaunetzwerk betont Zukunftsmobilitätskonzepte als wichtigen Treiber für die Leichtbauproduktion

In der letzten Woche haben sich 130 Vertreter des AZL-Partnernetzwerks, das aus mehr als 80 Partnerfirmen aus 21 verschiedenen Ländern besteht, in Aachen zu ihrem 4. AZL-Jahrestreffen getroffen. Während einer Workshop-Session diskutierten die Firmen zukünftige Themen ihrer Kooperation und identifizierten Trends für die Leichtbauindustrie.

Während des zweitägigen Treffens im repräsentativen Aachener Fußballstadium Tivoli erhielten die AZL-Partnerfirmen und -institute einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres, welches Treffen von vier Workgroups und Projekttreffen der vier laufenden gemeinsamen Forschungsprojekte beinhaltete. Um die zukünftigen Themen zu definieren, diskutierten die AZL-Partner aufkommende Markttrends und -hindernisse in einer Workshop-Sitzung. Im Allgemeinen wurden Mobilität und Transport als wichtigste Märkte für Leichtbautechnologien hervorgehoben. Das offene Feedback der Teilnehmer ergab, dass zukünftige Mobilitätskonzepte, die selbständiges Fahren und elektrische Mobilität beinhalten, einen großen Einfluss auf Leichtbauprodukte, -technologien und -materialien haben.

Am ersten Tag des AZL-Jahrestreffens erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Forschung und Entwicklung im Bereich neuer Mobilitätskonzepte am RWTH Aachen Campus. In geführten Rundgängen wurden benachbarte Institute und Firmen des AZL, welche sich im kürzlich eröffneten Produktionsclusters am RWTH Aachen Campus befinden, besucht. Das Spin-Off der RWTH Aachen e.GO Mobile AG präsentierte den e.Go Life, ein elektrisches Auto, welches in einem drei-jährigen Entwicklungsprozessprozess auf dem RWTH Aachen Campus entwickelt wurde. Die Serienproduktion beginnt im Frühjahr 2018 und ist ausgerichtet auf eine jährliche Produktion von 10.000 Fahrzeugen. Der Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components. (PEM) stellte seine Anlauffabrik für die Produzierbarkeit von Elektrofahrzeugen und Verkürzung von Anlaufzeiten vor. Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen gab den Teilnehmern mit der Vorstellung von Equipment und Forschungsergebnissen zur Qualitätssicherung von Composite-Systemen weitere Einblicke in die breite Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie am RWTH Aachen Campus. Schuler präsentierte seine 1.800-Tonnen-Composite-Presse, die derzeit in ein sich selbst-regelndes Produktionssystem integriert wird, das im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts „iComposite 4.0“ entwickelt wird. Die Herstellung hybrider Komponenten aus kontinuierlichen Karbonfaser-Duroplasten und hinterspritzten duroplastischen Verstärkungsstrukturen war Thema eines abschließenden AZL-Vortrags.

Neben den Besuchen der Forschungs- und Entwicklungsstandorte und der Workshop-Session, beinhaltete das AZL-Jahrestreffen zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung der Teilnehmern sowie die sogenannten „Speed Dating“-Präsentationen, in denen 11 Partnerfirmen und 7 Partnerinstitute des Netzwerks ihre Innovationen in 6-Minuten-Präsentationen vorstellten. Das AZL Annual Partner Meeting wird im nächsten Jahr am 27. und 28. Juni 2018 in Aachen stattfinden.

Um die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung zu fördern, stellte das AZL neue Kooperationsbausteine vor, mit denen Firmen, ihre Entwicklungsaktivitäten an den RWTH Aachen Campus ansiedeln können, der einer der größten Forschungslandschaften ist mit einem starken Fokus auf Produktionstechnologie. Basierend auf verschiedenen Instrumenten zur Identifikation von Trends und zur Definition von Entwicklungsprojekten im Sinne eines Open Innovation-Konzepts, wird die „AZL-Premium-Partnerschaft“ Büroflächen im Cluster Produktionstechnik enthalten.

Download Impressionen und Programm des AZL-Jahrestreffens

Impressions of AZL Annual Partner Meeting

AZL Annual Partner Meeting

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