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Firmen-Konsortium investiert in die Zukunft von SMC

28 August 2017 Aktuelles @de AZL Admin

 

Sheet Molding Compound (SMC) bezeichnet plattenförmige, teigartige Pressmassen aus duroplastischen Reaktionsharzen und Glasfasern zur Herstellung von Faser-Kunststoff-Verbunden. Ein vielversprechendes Material zur Herstellung von Leichtbau-Komponenten, welches eine Erhöhung und dadurch zusätzliche Anwendungen für faserverstärkte Kunststoffe ergibt. Ein Konsortium aus internationalen Firmen hat sich zusammengeschlossen, um die Weiterentwicklung von Sheet Molding Compound (SMC) voranzutreiben. Die Firmen starten am 12. September 2017 eine gemeinsame Markt- und Technologiestudie, die den Weg zu einer neuen Hochleistungsgeneration des Werkstoffs bereitet.

 

Dr. Thierry Renault, Manager of Partnerships bei Faurecia Composite Technologies: „SMC ist ohne Zweifel „die” Composite-Technology, die in der Automobilindustrie etabliert ist. Tatsächlich bemerken wir derzeit ein starkes, wiederkehrendes Interesse an Standard-SMC-Verfahren sowie an den neuen Entwicklungen und Innovationen, die als High-Performance SMC bekannt sind. Die Industrie muss nun klar das Potential, die Vorteile, aber auch die Herausforderungen für neue Produkte definieren, die mit den verbesserten Materialien erzielt werden können. Die AZL-Plattform baut auf dem starken wissenschaftlichen Hintergrund der Aachener Universität und ihrer Institute auf und bietet uns dadurch und durch die Zusammenarbeit mit seinen industriellen Partnern einen besseren Blick auf die weitere Entwicklung des Marktes für High-Performance SMC.“

 

Peter Schmidt, Geschäftsführer von Polynt aus Miehlen betont die Notwendigkeit, SMC weiterzuentwickeln: „SMC hat eine lange Tradition bei Polynt. Wir arbeiten an der Studie mit, da das AZL uns eine gemeinsame Plattform bietet, den Werkstoff mit weiterentwickelten Rohstoffen, Rezepturen und Prozessen auf ein neues High-Performance-Niveau zu bringen und damit neue Anwendungsbereiche zu erschließen beziehungsweise bestehende Applikation neu zu beleben. Wichtig für uns ist es dabei, dass am AZL Mitglieder der gesamten Wertschöpfungskette – vom Rohstoff bis zum OEM – aktiv über die nächsten Monate daran mitarbeiten”.

 

Um Design-Richtlinien auszuarbeiten, zielgerichtete Entwicklung voranzutreiben und neue Geschäftsmöglichkeiten zu eröffnen, ist es das Ziel der Studie, detailliertes Wissen zu SMC-Anwendungen, -Technologie und -Simulationsmethoden zu erarbeiten.

 

„SMC ist ein traditionelles, wichtiges Verfahren für die Großserie, das jetzt mit neuen Harzen und Fasern ein attraktiveres Preis-Leistungsspektrum erreichen kann. Wir von Mahr Metering Systems einwickeln neue Dosier- und Mischtechniken, um Batchprozesse durch einen kontinuierlichen Prozess abzulösen. Ziel ist eine höhere Flexibilität in der Rezeptur und eine gleichbleibende Qualität im Herstellungsprozess. Die AZL-Plattform bietet uns die Möglichkeit die Anforderungen des Prozesses mit etablierten SMC-Herstellern und -Verarbeitern zu diskutieren.“ hebt Dr. Reiner Karl, Geschäftsführer der Mahr Metering Systems GmbH hervor.

 

Umfang und Inhalt der Studie wurden in enger Zusammenarbeit mit der industriellen AZL-Workgroup entwickelt als eine von mehreren gemeinschaftliche Forschungs- und Entwicklungsinitiativen zum Aufbau einer „Tool-Box“ für High-Performance-SMC.

Lesen Sie die Pressemitteilung unter diesem Link.

Informationen zur Studie finden Sie unter diesem Link.

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